28. August 2019

Wie man mit Hilfe der Kieferfunktionsanalyse gezielt Störungen erkennen kann

Schwindel, Kopfschmerz, Taubheitsgefühle im Ohr, Tinnitus, Knackgeräusche oder Schmerzen beim Kauen. Es gibt viele Symptome, die auf eine Funktionsstörung des Kiefers hinweisen. Einige dieser Störungen können sich negativ auf die gesamte Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen auswirken.

Um diesen Symptomen und deren Ursache auf den Grund zu gehen, gibt es in der Zahnarztpraxis unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Funktionsdiagnostik. Für die effektive Diagnostik der jeweiligen Störungen setzen wir in unserer Praxis ein analytisches Kieferfunktionsgerät ein, das sogenannte „Zebris“.

Was kann die Kieferfunktionsanalyse?

Mittels Kieferfunktionsanalyse werden die Bewegungen des Unterkiefers registriert. Zudem kann der Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers erfasst und die neuromuskuläre Kieferrelation bestimmt werden. Sozusagen analysiert es digital den gesamten Biss des Patienten, inklusive Positionsbestimmung und Zusammenspiel bestimmter Gelenke, Muskeln und Nerven. Ziel der Analyse ist die Wiederherstellung einer gesunden Bisslage, sei es aufgrund von Funktionsstörungen wie eingangs genannt oder für die Herstellung von einwandfrei funktionierendem Zahnersatz.

Wie funktioniert die Analyse?

Das Gerät erfasst mittels Laufzeitmessung von Ultraschallimpulsen digital die Kieferbewegungen. Das geschieht schnell, berührungslos und präzise, sodass der Patient nichts spürt. Gepolsterte Abstützflächen sorgen dafür, dass das Analysegerät bequem am Kopf des Patienten aufliegt. Mit der dazugehörigen Auswertungssoftware wird jede Bewegung in Echtzeit verfolgt und wiederholt. Verschiedene Messmodule erweitern die Möglichkeiten des Systems.

Wieso ist die Kieferfunktionsanalyse wichtig?

Insbesondere in Hinblick auf Zahnrestaurationen, wie z.B. Inlays, Kronen, Brücken oder den Zahnersatz auf drei oder vier Implantaten ist die Bestimmung und Analyse von Kieferfunktion und etwaigen Störungen des Kiefers von großer Wichtigkeit. Mittels der Analyseergebnisse kann im Labor digital die reale Bewegung der Kieferfunktion simuliert werden. Diese Simulation wird für die Anpassung von aufwendigem Zahnersatz benutzt. Das spart Zeit und Kosten: Denn wenn Patienten mit Zahnersatz und deren Funktion unzufrieden sind, werden teure Nachbesserungen oder gar komplette Neuanfertigungen notwendig. Eine Kieferfunktionsanalyse beugt solchem Ärger vor. Aber auch andere Störungen und Fehlstellungen können auf diese Weise nachgewiesen und behandelt werden, sodass die Funktion wiederhergestellt werden kann. Man geht davon aus, dass zwei von drei Menschen durch nicht-funktionsgerechten Zahnersatz unter Funktionsstörungen im Kauapparat leiden. Wir beugen vor und behandeln so präzise wie möglich.